[DE] Rurtalbahn

Die Rurtalbahn GmbH ist ein Unternehmen der Dürener Kreisbahn (25,1 %) und der R.A.T.H. GmbH (74,9 %) mit Sitz in Düren.

Am 24. September 1993 wurde der Vertrag zwischen der Dürener Kreisbahn und der DUEWAG AG unterzeichnet, welcher die Lieferung von 16 Fahrzeugen vorsah. Am 20.03.1995 wurde der RegioSprinter erstmals von der Dürener Kreisbahn der Öffentlichkeit vorgestellt. Bis zum Sommer 1995 wurden alle 16 Fahrzeuge ausgeliefert. Ersetzt haben sie damals die Schienenbusse vom Typ VT 98 welche bis dahin den Verkehr auf den Strecken von Düren nach Heimbach und Linnich sicherstellten. Der erstgebaute RegioSprinter wurde von Siemens als Vorführfahrzeug genutzt und gelang dabei immer wieder auf Vorstellungsfahrten in der gesamten Republik, auch Besuche in andere Länder wie z.B. Kanada und den Vereinigten Staaten hat das Fahrzeug erfolgreich hinter sich gebracht. 1996 stellte der Hersteller ein 17. Fahrzeug zur Verfügung, sodass ein Fahrzeug (6.001.1) jederzeit dem Hersteller für Präsentationsfahrten zur Verfügung stand.

Besondere Sprinter – Der auffallendste Sprinter läuft seit ca. Mitte 2002 unter der Betriebsnummer 6.008.1. Der knallbunte Triebwagen wurde vom Künstler Otmar Alt entworfen und kann von Jedermann angemietet werden. Nicht nur das Äußere, auch der Innenraum wurde künstlerisch gestaltet. Ferner besitzt der Triebwagen eine Klimaanlage. An den Umbauarbeiten waren einige Firmen beteiligt, so zum Beispiel übernahm die Firma SIG Combibloc aus Linnich, ein Hersteller von Getränkekartons und Füllmaschinen, die Kosten für die Beklebung. Ebenso gibt und gab es Werbefahrzeuge in anderen Farbgebungen.

Die Nachfolger der RegioSprinter bei der Rurtalbahn stellen die für Mitte 2011 bestellten Stadler Regio-Shuttle sowie die 2017 beschafften LINT 41 dar. Die Neufahrzeuge bieten neben einer Klimaanlage auch den Komfort einer Toilette, welche die RegioSprinter nicht besitzen.

Seit Anfang 2019 ist die Ära RegioSprinter bei der Rurtalbahn nach über 20 Jahren zu Ende gegangen. Die letzten Einsätze bei der Rurtalbahn fanden vertragsbedingt auf dem Südabschnitt der RB21 und der RB28 statt, wobei es in Ausnahmefällen weiterhin vereinzelt Einsätze in den Norden gegeben hat. Die zuletzt verfügbaren Fahrzeuge, darunter der Otmar Alt-Sprinter, folgten den restlichen Triebwagen nach Tschechien, wo sie ein zweites Leben erfahren werden.